Aspis Wasserchemie
 
February 5, 2012
Berechnung des Leitwertes aus der Ionenverteilung
Geschrieben von: Aspi   

Alle Ionen haben einen definierten, von ihrer Konzentration abhängigen, Einfluss auf den Leitwert. Mit den folgenden Berechnungen ist es möglich den theoretisch minimalen Leitwert, den ein Wasser aufgrund seines Gehaltes an Salzen und deren Zusamensetzung im Minimum haben muss, zu errechnen.

Durch Angabe von KH, GH, Niratwert und anderen Salzen im Wechselwasser, kann der Theoretische Leitwert errechnet werden der im Aquarium vorliegen müsste. Der in der Praxis gemessene Leitwert ist natürlich immer höher als der errechnete Minimalwert. Die Differenz kommt Durch Salze zustande, die im Aquarium laufend enstehen wie Kochsalz, das durch das Fischfutter zugeführt wird. Auch Nitrat und organische Säuren die im Aquarium laufend entstehen erhöhen den Leitwert laufend. Ist die Differenz des errechneten zum gemessenen Leitwert sehr gross, kann daraus unter Umständen der Schluss gezogen werden, das zu wenig Wasser gewechselt wird. So dürfte z.B im Extremfall eines Altwasser Beckens der gemessene Leitwert den berechneten um ein vielfaches übersteigen.

Berechnung des Leitwertes aus der Ionenverteilung | Berechnungen
Calzium und Magnesiumgehalt errechnen aus der Gesammthärte.
Mit der folgenden Berechnung kann der Gehalt an Calzium und Magnesium in mg/l errechnet werden, der bei einer bestimmten GH vorliegt. Voreingestellt ist ein Verhältnis von Calzium zu Magnesium von 5:1 (mol/mol) das bedeutet, dass etwa 5 mal so viele Calziumionen im Wasser sind wie Magnesiumionen. Diese Annahme trifft auf die meisten Wässer relativ gut zu. Da Magnesiumionen fast nur halb so schwer sind wie Calziumionen, entspricht ein Verhältnis von 5:1 mol/mol etwa einem Verhältnis von 10:1 mg/l. Sie können dieses voreingestellte Ionen-Verhältnis natürlich auch anpassen.

 
Gesammthärte in Calzium und Magnesium:    
       
GH °dH  
Verhältnis Ca/Mg mol/mol  
Calzium mg/l  
Magnesium mg/l  
       


Berechung des theoretischen minimalen Leitwertes
Wenn Sie den genauen Gehalt an Calzium und Magnesium in mg/l Ihres Wassers nicht kennen, benutzen Sie die obige Formel um eine Annäherung zu errechnen. Sie müssen dazu allerdings die GH Ihres Wassers kennen. In der untenstehenden Berechnung wird aufgrund der Ionenverteilung und Ionenkonzentration zuerst der "Theoretische Leitwert" errechnet. Das ist der Wert den die vorhandenen Salze bewirken würden, wenn sie vollständig dissoziert wären, was aber nur bei unendlicher Verdünnung der Fall ist. Dieser Theoretische Leitwert wird dann durch den "Faktor Konzentration" umgerechnet, so dass er einem normalen Salzgehalt von 0.005-0.01mol/l entspricht. (Wasser mit einem Leitwert von 700-1400 Vergleichssubstanz CaCl2) Der daraus resuktierende errechnete Leitwert ist natürlich nur eine Näherung. Wenn Ihr eine komplette Wasseranalyse Eurer Gemeinde habt, gebt alle Werte mal ein und vergleicht den errechneten Leitwert mit dem in der Analyse angegebenen. Falls die Analyse einen Leitwert angibt, der bei einer anderen Temperatur gemessen worden ist, könnt Ihr den hier errechneten Leitwert weiter unten auf die gewünschte Temperatur umrechnen.

 
Berechnung des theoretisch minimalen Leitwertes:  
    mmol/l µS
KH °dH
Calzium mg/l
Magnesium mg/l
Natrium mg/l
Kalium mg/l
Nitrat mg/l
Chlorid mg/l
Sulfat mg/l
       
Theoretischer Leitwert: µS bei 25°C  
Faktor Konzentration:    
Leitwert: µS/cm bei 25°C  
Berechnete GH: °dH  
       


Temperaturkompensation
Mit der folgenden Berechnung kann der Einfluss der Temperatur auf den Leitwert berechnet werden. Als Kompensationsfaktor ist 2% pro °C voreingestellt. Das entspricht dem Wert, den die meisten Leitwertmeter mit automatischer Temperaturkompensation verwenden. Von Kochsalz ist der Wert bei 2.18% von Calziumcarbonat (Kalk) etwas unter 2%.

 
Leitwert in Abhängigkeit der Temperatur  
       
Ausgangstemperatur:: °C  
Leitwert bei 25°C: µS/cm  
Kompensationsfaktor pro °C: %  
Neue Temperatur: °C  
Errechneter Leitwert: µS/cm  
       

 

Automatische Neuberechnung 

 
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